26. Dezember 2016 schmidtschreibt

Wie du klickstarke E-Mail-Newsletter schreibst

Privat auf dem Rückmarsch – geschäftlich immer noch Wachstumstreiber: der gute alte E-Mail-Newsletter. Die durchschnittliche Öffnungsrate im E-Mail-Marketing liegt bei mageren 15 %, die Click-Through-Rate nur bei 5 %. Dennoch sind E-Mails immer noch effizient, wenn es darum geht, Umsätze anzukurbeln.

Wie heißt es doch so schön: „The Money is in the list“. Es kommt auf die Empfängerliste an. Ist die gut gepflegt und segmentiert, erreicht man die Zielgruppe mit Themen, die sie interessieren und das steigert die Erfolgschancen.

Was du aber darüber hinaus noch für einen erfolgreichen Newsletter tun kannst, erfährst du hier.

Das wichtigste zuerst: der Betreff

Der stärkste Motivator zum Öffnen und Lesen einer E-Mail ist ein klickstarker Betreff.

Die erste Regel lautet: sei ehrlich. Nur wenn der Empfänger weiß, welcher Inhalt ihn in der E-Mail erwartet, wird sie ihn auch interessieren. Also formuliere klar und knapp den Inhalt.

Apropos knapp: maximal 40 Zeichen sollte der Betreff lang sein. Der Grund: die meisten E-Mail-Programme schneiden zu lange Betreffs automatisch ab und so landet der hintere Teil in der Todeszone. Bei Smartphone-Apps ist das noch wahrscheinlicher als auf dem Desktop. Ein optimaler Betreff ist übrigens ca 20 Zeichen lang.

Genau aus diesem Grund sollten die für die Zielgruppe wichtigsten Reizwörter auch ganz vorne im Betreff zu finden sein.

Und keine persönliche Anrede, weil – siehe oben – Platzverschwendung. Der Empfänger weiß sowieso, dass die E-Mail nicht etxra für ihn geschrieben wurde. Auch solltet ihr auf Sonderzeichen wie Sternchen oder viele Ausrufezeichen verzichten, da das eher abschreckend wirkt.

Haltet euch einfach an die Regel, möglichst klar und knapp den Inhalt wiederzugeben und dabei das wichtigste Schlüsselwort möglichst weit nach vorne zu setzen. Dann kann nicht mehr viel schiefgehen.

Was du noch tun kannst, um unwiderstehliche Betreffzeilen zu kreieren, kannst du übrigens hier im Detial nachlesen: 10 Tipps für unwiderstehliche Betreffzeilen

Kontrolliere die Konversation

Ist die E-Mail erst geöffnet, ist das meist auch schon die halbe Miete. Jetzt gilt es, den Leser bei der Stange zu halten.

Mit den Basics für gute E-Mail- und auch alle anderen -Texte: einfache und direkte Sprache, knappe Sätze mit jeweils nur einem Gedanken und kurze Abschnitte mit jeweils 4-5 Sätzen.

Bei der richtigen Tonalität solltest du dich immer fragen, wie deine Zielgruppe spricht und tickt.

Du willst nicht langweilen, also schreibe dynamisch und locker. Kurze Sätze erhöhen dabei das Lesetempo. Im Wechsel mit längeren Sätzen bekommst du eine schöne Rythmik in deine Copy.

Je nach Absender willst du aber auch nicht unprofessionell wirken. Besonders im B2B-Bereich, in dem Unternehmen mit Unternehmen kommunizieren, ist eine gewisse Seriosität unverzichtbar. Die Mischung muss halt passen.

Dialog ist das A und O

Besonders in E-Mail-Newslettern ist ein dialoghafter Stil wichtig. Versuche deshalb möglichst jedes „Wir“ mit einem „Sie“ zu ersetzen. Schreibe immer leserfokussiert. Gehe auf die Bedürfnisse des Lesers und den Nutzen ein, den dein Angebot bietet.

Features kannst du kurz und knapp mit einer Bullet-Liste abhaken. In der Copy haben sie nichts verloren. Hier zählt alleine nur die Nutzenargumentation.

Soll ich Fragen stellen?

Absolut.

Erstens unterstützen sie den Dialog, und zweitens: wenn du nicht fragst, wird die Antwort sowieso immer nur „Nein“ lauten.

Wärme den Leser langsam auf, indem du ihn dazu bringst, innerlich öfters mit dem Kopf zu nicken. Stelle dazu rethorische Fragen, die direkt das Problem – oder auch den Nerv ­– des Lesers adressieren und die er nur bejahen kann.

Und dann feuer einen Call To Action ab (CTA), der ihn den nächsten Schritt machen lässt – Angebot abschließen, Registrieren, zur Website wechseln etc.

Achte darauf, nur einen CTA zu nutzen. Zuviele verwirren den Leser nur. Die Kunst im E-Mail-Newsletter besteht darin, ihn wie durch einen Tunnel genau dorthin zu führen. Und wie das am effektivsten geht, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Die Problem-Erregung-Lösung-Formel

Gehe davon aus, dass dein Leser am Punkt A steht. Dein Ziel ist es, ihn zum Punkt B zu bringen und auf dein Angebot einzugehen.

Du musst ihn überzeugen, dass es am Punkt A zu ungemütlich, zu teuer usw. ist und das es einen einfachen, günstigen Weg gibt, nach B zu kommen.

Nutze dazu das Prinzip des emotionalen Copywritings mit der effektiven Problem-Erregung-Lösung-Formel.

Das Prinzip ist simpel: deine Leser haben ein Problem, das du dramatisierst und anschließend löst.

Wenn sie an das Problem denken, fühlen sie negative Emotionen. Der Trick besteht darin, diese negative Stimmung durch cleveres Storytelling noch weiter zu verstärken und die Erregung dann dadurch aufzulösen, indem du die beste Lösung anbietest.

Problem
Sind Ihre Durchlaufzeiten durch falsch eingestellte Maschinen und Prozesse zu lang?
Erregung
Ein Problem, dass nicht nur Ihre Produktivität bedeutend einschränkt, sondern auch Ihre Kosten immer weiter in die Höhe treibt.
Lösung
Unsere neues CNC-Interface ist intuitiv bedienbar. Die perfekte Mensch-Maschine-Schnittselle zur einfachen Einstellung Ihres gesamten Maschinenparks. Für kürzere Taktzeiten, eine wirtschaftliche Produktionskette und rundum gesteigerte Effizienz.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass du deine Lösung immer im Kontext der Bedürfnisse des potentiellen Kunden präsentierst und nicht über irgendwelche Features sprichst.

Dafür muss natürlich der Kontext und die Zielgruppe mit ihren Problemen verstanden sein, weshalb sich eine genaue Recherche im Vorfeld lohnt. Natürlich darf der Leser sich auch nicht bevormundet oder für dumm gehalten fühlen.

Wenn du es richtig machst, ist es für den Leser sehr verführerisch zur einfachen Lösung zu greifen, um von seinen Problemen und den negativen Gefühlen erlöst zu werden. Die emotionale Erleichterung, die der Leser schon spürt, wenn er nur von deiner Lösung liest, ist dafür schon ein starker Treiber.

Schau auf andere

Wenn du gute E-Mail-Newsletter schreiben willst, solltest du gute E-Mail-Newsletter abonnieren.

Du merkst schnell selbst, welche Betreffzeilen, Themenauswahlen, Inhalte und Stile dich am meisten ansprechen.

Und wenn es dir mit einem geübtem Auge so geht, wird es vielen anderen sehr wahrscheinlich auch so gehen.

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