25. Juli 2016 schmidtschreibt

The next big thing: Virtual Reality

Buzzword des Jahres 2016: Keine andere Technologie erfährt derzeit so viel Hype wie Virtual Reality. Die Rechenpower aktueller Prozessoren und Head-Mounted-Displays in allen Preisklassen von Oculus/Facebook, Samsung, HTC oder Google lassen mittlerweile jeden faszinierende virtuelle Welten erleben.

Vor allem in der Film- und Spieleindustrie ist Virtual Reality bereits auf dem Sprung in den Massenmarkt.

Aber wie können Unternehmen – die besonders im B2B-Bereich oft komplexe Produkte oder Dienstleistungen vermarkten müssen – vom neuen Kanal profitieren?

Emotional erleben

Die Prognosen für das Marktwachstum von VR-Brillen sind enorm: In einer Studie von Goldman-Sachs ist die Rede von 110 Milliarden Dollar pro Jahr bis 2025.

Dabei ist die steigende Reichweite im Massenmarkt für den B2B-Bereich gar nicht so bedeutend.

Viel wichtiger ist, das Buying Center zielgerichtet mit seinen Botschaften zu penetrieren. Und die Personen, die die Kaufentscheidung wesentlich beeinflussen, trifft man z.B. auf Messen, Events oder in Showrooms.

Hier können Besucher mittels einer VR-Brille Produkte und Dienstleistungen hautnah erleben, anfassen und sogar bedienen. Dabei werden über ein extrem starkes Präsenzgefühl selbst komplexeste Sachverhalte in der virtuellen Welt emotional erlebbar.

Und weil die Investitionen im B2B-Bereich meist sehr kostspielig sind, ist das „Try before you buy“-Prinzip (wenn auch nur virtuell), von zentraler Bedeutung.

Zauberwort Immersion

Desto fesselnder, realer und aufwendiger die virtuelle Welt gestaltet ist, desto stärker wird sich die Wahrnehmung der eigenen Person in der realen Welt vermindern und die Identifikation mit der Person in der virtuellen Welt verstärken.

Dieser Eindruck nennt sich Immersion und da mehr Emotionen und Interaktionen als mit Virtual Reality im Moment kaum vorstellbar sind, ist das immersive Erlebnis entsprechend hoch.

Was zunächst wie der feuchte Traum eines jeden Marketers klingt, bringt in der Realität hohe Anforderungen an Konzeption und Ethik mit sich.

Denn nur mit richtiger Interaktion handelt es sich um echte virtuelle Realität. Und der Aufwand dafür dürfte in Komplexität und somit auch Kosten ziemlich hoch sein.

Zudem muss das neue Medium mit seinen Spielregeln erst einmal verstanden werden.

Welche Möglichkeiten sind neu hinzugekommen und welche Grenzen gibt es?

Welche Botschaften werden vom Rezipienten noch akzeptiert und was geht im virtuellen Raum zu weit?

Fragen, mit denen sich Unternehmen und vor allem die produzierenden Agenturen in Zukunft intensiv auseinandersetzen müssen, wollen Sie den neuen Kanal möglichst erfolgreich nutzen.

Nicht die alte Sau durch´s Dorf treiben

Wer sich die Frage stellt, welche bereits erprobten Konzepte sich in den virtuellen Raum übertragen lassen, hat im Grunde schon verloren.

Denn wer die gleichen Werbeschilder wie immer aufstellt, wird den neuen Möglichkeiten nicht gerecht.

In Zukunft werden sich speziell zugeschnittene Erlebnisse erschaffen lassen, die eine maximale Wirkung entfalten.

Nüchtern betrachtet findet der Einstieg derzeit noch deutlich niederschwelliger statt. Viele Autohersteller bieten bspw. virtuelle Testfahrten an, bei denen die wirkliche Interaktivität allerdings noch fehlt.

Wie kann der Einstieg für Unternehmen aussehen?

Virtual Reality ist zwar noch lange kein Massenphänomen, wird aber vor allem für Unternehmen, die interessante Geschichten rund um Ihre Produkte und Dienstleistungen erzählen wollen, immer interessanter.

Und eins steht definitiv fest: Die Technologie wird die Kommunikation von Unternehmen in naher Zukunft mindestens so deutlich prägen, wie es Social Media und Smartphones in den letzten Jahren geschafft haben.

Die größte Herausforderung für Agenturen und Unternehmen ist, sich mit den neuen Möglichkeiten vertraut zu machen und die Anwendungen zu realisieren, die am Ende auch einen konkreten Mehrwert bieten.

Weitere Artikel lesen!

Amazon Dash Button: Die 1-Klick-Conversion-Maschine
Kann künstliche Intelligenz kreativ sein?
5 gute Gründe für einen Corporate Blog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.